„Die Erben von Wagner und Weill - Neue Musik in Deutschland“

 

 

Berlin, 27.3.2013

„Ich bin vom MaerzMusik-Festival in Berlin besonders beeindruckt. Die Konzeption des Festivals, die Vielfalt der Formen und Genres, die Prominenz der Teilnehmer und die Organisation, all diese Dinge waren große Klasse“, berichtet Elena Koleda aus Minsk in Weißrussland. Die Musikwissenschaflterin, Dozentin und Kritikerin war eine Teilnehmerin der Themenreise „Die Erben von Wagner und Weill“, die parallel zum MaerzMusik-Festival stattfand.

 

Die Themenreise mit dem Titel „Die Erben von Wagner und Weill“ beschäftige sich speziell mit Neuer Musik in Deutschland sowie der Verbindung zu experimenteller und populärer Musik. Das Besucherprogramm wurde von der Initiative Musik für das Auswärtige Amt durchgeführt. Mit eigenen Augen und Ohren erhielten 14 internationale Fachgäste  - Journalisten, Veranstalter, Wissenschaftler, Komponisten und Musiker - vom 19. bis zum 24. März 2013 ein authentisches, differenziertes Bild der deutschen Musiklandschaft. Die Fachgäste der Reise kamen aus Kanada, Peru, der Tschechischen Republik, Schweiz, Norwegen, Litauen, Usbekistan, Kasachstan, Weißrussland, Indien, China und Vietnam. Die künstlerische Leitung lag bei der renommierten Musikwissenschaftlerin und Kuratorin Elke Moltrecht aus Berlin.

 

Die Gäste erlebten in knapp einer Woche nicht nur Konzerte des MaerzMusik-Festivals in Berlin, sondern sie erhielten auch Einblicke in das Musikarchiv und das elektroakustische Studio der Akademie der Künste, besichtigten thematische Ausstellungen zu Musik, Bildender Kunst oder Kultur-Stadt-Entwicklung und begegneten bei einer Fahrt nach Leipzig dem MDR Sinfonieorchester, besuchten des Bach-Museum und das Gewandhaus.

 

„Im Rahmen des Besucherprogramms des Bundes und seiner Projekte zur Auswärtigen Kulturpolitik unterstützt das Auswärtige Amt die Initiative Musik regelmäßig bei der Einladung ausländischer Experten und Journalisten nach Deutschland. Denn es besteht ein großes Interesse an kulturellem Austausch“, betont Thomas Knaus, Vortragender Legationsrat beim Auswärtigen Amt. „Der Reichtum der zeitgenössischen Neuen Musik in Deutschland ist ein Schatz, der uns und unseren Partnern viel zu wenig bewusst ist. Deutschland ist ein Land, in dem die Musik spielt – im wörtlichen Sinne. Es ist das Verdienst der Initiative Musik, uns und unsere internationalen Gäste hierauf durch ein überzeugendes, breit angelegtes Informationsprogramm erneut aufmerksam zu machen.“

 

Für die Teilnehmer wurden mehrere Expertenmeetings organisiert. So konnten die Gäste bei einem Meet & Greet im Haus der Berliner Festspiele zahlreiche Festivalleiter und Vertreter unterschiedlicher Institutionen wie zum Beispiel Nike Wagner vom Kunstfest Weimar, Jan Rohlff vom CTM-Festival, Julia Gerlach vom Berliner Künstlerprogramm des DAAD oder Thomas Schäfer vom Internationalen Musikinstitut Darmstadt kennen lernen. Für ein Komponistengespräch im Radialsystem standen mit Sidney Corbett, Jeffrey Ching, Sarah Nemtsov und Fabio Nieder herausragende Vertreter der zeitgenössischen Neuen Musik in Deutschland zur Verfügung. Mit zahlreichen Künstlern aus dem Bereich der elektronischen Musik, wie zum Beispiel Dirk Dresselhaus (Schneider TM), Frank Bretschneider oder Jan St. Werner (Mouse On Mars) fand ein reger Gedankenaustausch statt.

 

 

„Wir haben einen sehr guten Überblick darüber bekommen, was in Deutschland passiert. Natürlich kann man in so wenigen Tagen nicht alles sehen, dafür ist Deutschland zu groß und es passiert einfach so viel“,  berichtet Andreas S. Weiser aus Prag, Chefdirigent der Philharmonie Hradec Kralové und ständiger Dirigent des Tschechischen Kammerorchesters. Er plant konkrete Projekte mit Partnern aus Deutschland, die er während der Themenreise kennen lernte, wie zum Beispiel dem sächsischen Klangkünstler Erwin Stache oder den Neuen Vocalsolisten aus Stuttgart. „Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig es ist, dass Experten aus der ganzen Welt die deutsche Musiklandschaft hautnah erleben“, sagt Ina Keßler, Geschäftsführerin der Initiative Musik. „Durch die Kombination von zielgerichteten Informationen und individuellen Fachtreffen bieten die Themenreisen ein bedeutsames Instrument zur Exportförderung.“

 

 

Weitere Informationen: 

PDF: Pressemitteilung Nr. 65.

Fotos zum Download:

Wagner/Weill 1
Gruppenfoto:Teilnehmer des Besucherprogramms und Projektteam der Initiative Musik / Credit: Joachim Zimmermann für Initiative Musik

Wagner/Weill 2

Meet & Greet im Haus der Berliner Festspiele: Nike Wagner und Christophe Huss (Journalist aus Kanada) / Credit: Joachim Zimmermann für Initiative Musik

Wagner/Weill 3
Meet & Greet im Haus der Berliner Festspiele: Christine Fischer (Eclat Festival, Neue Vocalsolisten Stuttgart), Andreas S. Weiser (Chefdirigent aus der Tschechischen Republik), Sameer Dublay (Komponist, Dozent & Künstler aus Indien) / Credit: Joachim Zimmermann für Initiative Musik

 

 
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