South By Southwest (SXSW) 2011 in Austin, Texas

 

Bei der 25. SXSW Music Conference in Austin/Texas sorgte die Initiative Musik
an fünf Festivaltagen für einen glanzvollen Auftritt für zahlreiche deutsche
Künstler.

 

Große Bandbreite an deutscher Musik

 

Im Jubiläumsjahr des Festivals konnten acht von der Initiative Musik geförderte und nach Austin exportierte Bands mit ihren Auftritten für Begeisterung sorgen.


Norman Palm live auf dem SXSW 2011 - Foto: Alfred Jansen

Unter anderem machte das Festival-Publikum Bekanntschaft mit den ätherischen Elektropoppern Hundreds, den distinguierten Art School-Pop-Elektronikern Brandt Brauer Frick, den tollkühnen Party-Abrissbirnen Schlachthofbronx und dem feinnervigen Elektro-Songwriter Norman Palm. Alle vier Acts erhielten Förderung aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, vier weitere Bands wurden mit Kurztourförderung bedacht. Dem Songwriter Daniel Benjamin wurde im Vorfeld das Visum abgelehnt, so dass seine Auftritte bedauerlicherweise abgesagt werden mussten.

 

 Messe, Wunderbar-Lunch und Workshop

 

Auch auf der Messe wussten die deutschen Aktivitäten das Interesse der Besucher auf sich zu ziehen: Fünfundzwanzig Aussteller präsentierten sich vierTage am deutschen Stand unterstützt durch das Auslandsmesseprogramm desBundes. In diesem Jahr neu die Einbindung von Interactive in die Tradeshow,was zu einem erhöhtem Besucheraufkommen besonders in den ersten zweiTagen führte.

 

 

Am zweiten Festivaltag lud die Initiative Musik in Kooperation mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, der c/o pop, dem Reeperbahnfestival, der Jazzahead!, der Berlin Music Commission mit 20 Ausstellern aus Berlin und 25 deutschlandweit unter dem Motto „Wunderbar - German Music at SXSW 2011“ zum großen Get together-Lunch.„Wir freuen uns, dass über 300 internationale Gäste unserer Einladung folgten,um sich bei kulinarischen Landesspezialitäten mit den rund 100 deutschen Beteiligten auszutauschen “, sagte Markus Weichert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, verantwortlicher Experte für Messepolitik. Den perfekten sommerlich leichten Soundtrack zu dem Business-Lunch lieferte das Live-Set von Brandt Brauer Frick, das die Elektronik der Kölner Schule in perkussivem Galopp mit jazziger Musikalität verband.


Die Gruppe Hundreds aus Hamburg - Foto: Alfred Jansen

 

Tags darauf bat die Initiative Musik zur Bootsfahrt auf dem Lady Bird Lake.Während am Ufer die Schildkröten in der Sonne lagen und Techniker die Pyro-Effekte für das abendliche Konzert am See vorbereiteten, hielt man im Schiffsinnern einen hochkarätig besetzten Workshop zum Thema „Daily Practices of the US Music Business“ ab. Angeregt wurde über die vielfältigen Vermarktungsmöglichkeiten deutscher Bands in den USA debattiert. Teilnehmer der Diskussion waren Marie Clausen (K7 Records, Berlin), Christian Bernhardt (The Agency Group, NYC), Brooke Black (Big Hassle, NYC), Jürgen Söder (Morr Music, Berlin) und Lauren Ross (Terrorbird, NYC).

 

Delegation und Förderer der dt. Gemeinschaftspräsentation - Foto: Alfred Jansen

Zum Abschluss des Festivals sorgten die beiden Herren von Schlachthofbronx
mit ihren ungebremsten Bajuwaren-Beats für Zustände, die deutlich ins
Hysterische lappten: Im „Friends“, einem der renommierten Clubs auf der 6th Street, zündeten die beiden Münchner binnen weniger Sekunden die Luft an.„Der Laden beim Mad Decent Abend war gesteckt voll, und die Reaktion der Leute auch sehr gut. MTV hat den Auftritt gefilmt und ein Interview mit uns gemacht. Auch sonst konnten wir beim SXSW endlich viele Internetkontakte persönlich treffen und neue DJs, Producer und Businessleute kennenlernen.“

Man dürfte in Texas noch lange von den Deutschen sprechen....

 
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