Digitalisierung der Aufführungstechnik in Livemusikspielstätten in Deutschland

1. Was ist das Ziel der Förderung der digitalen Aufführungstechnik?

Dieses Förderprogramm soll einen Anreiz schaffen, die Umrüstungen von analoger auf digitale Aufführungstechnik bundesweit in kleineren und mittelgroßen Clubs vorzunehmen, die als Kulturorte eine besondere Funktion wahrnehmen und mit mehr als 24 Livemusikveranstaltungen pro Jahr eine lokale konzertante Grundversorgung liefern. Die Digitalisierung der Aufführungstechnik in Livemusikspielstätten dient der Sicherung und Steigerung der kulturellen Vielfalt, Programmqualität und Chancengleichheit für die auftretenden Musiker*innen. Sie ist dringend erforderlich. Die damit geschaffenen neuen Präsentations- und Aufführungsmöglichkeiten stellen darüber hinaus wichtige Voraussetzungen für die künstlerische Entwicklung der Musiker*innen dar. Nur so lassen sich heute die kulturelle Rezeption und Bildung für das Publikum auf internationalem Standard gewährleisten. Die Digitalisierung der Aufführungstechnik in Livemusikspielstätten soll schrittweise und flächendeckend i.S. der Regionalquote erfolgen. Deshalb berücksichtigt diese Förderung Clubs sowohl in Metropolen als auch in ländlichen Regionen.

 

 

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2. Wer kann gefördert werden?

Antragsberechtigt sind

Clubbetreiber*innen (natürliche und juristische Personen), die

a) eine Livemusikspielstätte mit Besucherkapazität von max. 2.000 Personen betreiben,

b) ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben,

c) mindestens 24 Livemusikveranstaltungen pro Jahr realisieren.

 

Treten in der Spielstätte nur DJs auf, so muss die Mehrzahl, d.h. mehr als die Hälfte der Veranstaltungen durch "künstlerische DJs" (siehe Frage Nr. 3) bestritten werden.

Die Betreiber*innen müssen die Musikspielstätte mindestens seit 12 Monaten betreiben und könne pro Spielstätte/ Konzession maximal einen Antrag stellen.

 

Unternehmen der öffentlichen Hand sowie Unternehmen, an denen die öffentliche Hand oder die Kirche unmittelbar mehrheitlich beteiligt ist, sind nicht antragsberechtigt. 

Antragsberechtigt sind nur Betreiber*innen, die ihre Spielstätte mit weniger als 40% des Gesamtumsatzes aus öffentlichen Mitteln finanzieren. Hierzu zählen finanzielle Mittel, aber auch unbare Leistungen, wie kostenfreie Überlassung von Räumlichkeiten oder Personal.

 

Im Rahmen der Antragsprüfung für die Ermittlung der 40%-Fördermittelhöchstgrenze behält sich die LiveKomm vor, die Zustellung einer aktuellen Gewinn- und Verlustrechnung der Spielstätte anzufordern. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist kein fester Bestandteil des Antrags, muss jedoch auf Anfrage zwingend vorgelegt werden.

 

Zusätzlich kann die LiveKomm​ ein von einer*m Steuerberater*in bzw. Wirtschaftsprüfer*in ausgestelltes Testat über die Höhe der öffentlichen Fördermittel anfordern, die sich ausschließlich auf den Livemusikbereich der Spielstätte  beziehen.

 

Die Zuwendungen werden auf Antrag gewährt (s. Förderverfahren (Frage 9)).

 

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3. Was sind „künstlerische DJs“ und wie werden diese Veranstaltungen überprüft?

„Künstlerische DJs“ spielen nicht nur einen Tonträger ab. Unter Verwendung von Tonträgern und technischen Hilfsmitteln mischen sie verschiedene Musikstücke zu neuen Klangbildern und Kompositionen zusammen (siehe auch Urteil des Bundesfinanzhofs vom 18.08.2005, Az. V R 50/04).

 

Das dabei entstehende Arbeitsergebnis muss die Qualität eines neuen künstlerischen Produkts haben. Folgende „weiche“ Kriterien sprechen für eine Tätigkeit, die unter die Definition „künstlerische DJs“ fällt: 

  • DJ-Künstler*innen erhalten eine Gage;
  • sie veröffentlichen ihre Werke auf Tonträgern (Mix-CDs im freien Handel, eigene Compilations etc.);
  • DJ-Künstler*innen treten auch außerhalb von Diskotheken auf, z. B. auf öffentlichen Veranstaltungen oder bei Radiosendern;
  • sie haben ein eigenes Künstler*innenprofil im Internet (Facebook, Soundcloud etc.);
  • ihre Veranstaltungen werden im Programm erwähnt;
  • die Veranstaltungen werden nach GEMA-Tarif U-K abgerechnet.

 

Die Kontrolle seitens der Bearbeiter*innen erfolgt nach den oben genannten Kriterien. Das heißt, dass stichprobenartig die Profile und Veranstaltungen der DJ-Künstler*innen überprüft werden.

 

 

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4. Muss mein Club ein bestimmtes Musikgenre bedienen?

Antragsberechtigt sind Betreiber*innen aller Musikspielstätten, die den Antragskriterien entsprechen. Eine Unterscheidung nach Musikgenres gibt es nicht.

 

 

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5. Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderungen ist die erstmalige technische Umrüstung und Komplettierung der Livemusikspielstätte von analoger auf digitale Aufführungstechnik, die dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

 

Förderfähige Maßnahmen können in den folgenden drei Bereichen angesiedelt sein:

 

1. Hauptmisch- und Monitorpult

 

1.1 Hauptmischpult FOH (Front of House) 

Als FOH- oder Front-Of-House-Mischpult wird das Hauptmischpult einer PA (Public Address oder Beschallungsanlage) bezeichnet. Im Bereich der Beschallungstechnik ist mit „Front of House“ speziell der Punkt im Konzertraum gemeint, an dem Tontechniker*innen die von der Bühne kommende Musik für das Publikum aufbereiten und abmischen. Hier werden elektrische Tonsignale von verschiedenen Quellen (z. B. Mikrofone, Abspielgeräte oder elektronische Klangerzeuger) auf zwei oder mehr Ausgangssummen, meistens nach Frequenzgangs- und Dynamikveränderungen, zusammengefügt. Sowohl hauseigene wie externe Tontechniker*innen, deren Auszubildende als auch die mitgebrachten Tontechniker*innen der auftretenden Künstler*innen bedienen diese Mischpulte und tragen Sorge für den Sound im Publikumsraum. 

 

1.2 Monitorpult

Monitorpulte sind reine Bühnenmischpulte. Bei Livemusikkonzerten werden Monitorlautsprecher zur Beschallung der Musiker*innen auf der Bühne verwendet, da die PA für das Publikum die Bühne nicht ausreichend abdeckt. Das so genannte Monitoring dient den sich auf der Bühne befindenden Künstler*innen als Orientierung in ihrem akustischen Umfeld. In den Livemusikspielstätten ist das Monitoring unerlässlich. Die Bedienung des Monitormischpultes erfolgt gegebenenfalls durch separate Tontechniker*innen. Das Monitormischpult befindet sich zumeist auch im FOH-Bereich, um den Höreindruck auf der Bühne kontrollieren zu können. Monitorpulte werden in der Regel nur in mittelgroßen (201-2000 Pax) und großen Clubs (>2000 Pax) eingesetzt.

 

2. Lichtmischpult / Show-Licht

Digitale Lichtmischpulte sind Schnittstellen zwischen Lichttechniker*innen und der Bühnenlichtanlage. Diese arbeiten mit einem so genannten DMX-Signal (Digital Multiplex). Das ist ein digitales Steuerprotokoll, welches beispielsweise zur Steuerung der Movingheads, der Dimmer oder der Effektgeräte genutzt wird.

 

Diese unterteilen sich in:

  • Generic-Pulte (zur Steuerung von konventionellem Licht),
  • Moving Light-Pulte (zur Steuerung von intelligentem Licht),
  • Hybrid-Pulte (zur Steuerung eines gemischten Setups von konventionellem und intelligentem Licht),
  • Interfaces (kompatibel mit PCs, Laptops, USB-Sticks, die sowohl konventionelles als auch intelligentes Licht steuern).

 

Auch die „Gegenstücke“ zu den digitalen Lichtmischpulten, also intelligente Moving Lights und flächenlichtproduzierende, atmosphärische Lichttechnik (LED) sind förderfähig. Diese können aufgrund ihrer Funktionsvielfalt nicht von herkömmlichen Lichtmischpulten bedient werden. Auch können fertig produzierte Lichtshows von Künstler*innen nur von digitalen Lichtmischpulten verarbeitet werden. 

 

3. DJ-Set-ups

Die aktuelle Generation digitaler DJ-Pulte und -Player sowie das hierfür benötigte Equipment 

  • digitale Abspielgeräte (CD, MP3 etc.) sowie Turntables,
  • digitale DJ-Mixer,
  • digitale DJ-Controller.

 

Ein DJ-Mixer ist ein spezielles Mischpult für DJ-Künstler*innen für ihre Live-Performances. Digitale Mixing Tools verbinden das reale „Handwerk“ von DJ-Künstler*innen mit den Möglichkeiten virtueller Datenspeicherung und Verarbeitung. Ein DJ-Set-up besteht in der Regel aus zwei digitalen Abspielgeräten (CD, MP3 etc.) und einem digitalen DJ-Mischpult (Mixer).

 

Die so genannten Hardware Controller ermöglichen die physische Umsetzung der DJ-Software. Die Geräte ermöglichen eine intuitive Steuerung der Software via MIDI-Befehlen (Musical Instrument Digital Interface). In der Regel halten die Controller eine klassische 2- bzw. 4-Kanal Mixeransicht mit zwei Jog Wheels vor. Die Jog Wheels simulieren die Oberfläche eines Plattentellers oder CD-Players. Die Mixersektion ist bei einem Controller ebenfalls den typischen Anforderungen von DJ-Künstler*innen zugeschnitten. Sie haben ähnliche Aufgaben und Funktionen wie ein Mischpult, nur sind sie den Bedürfnissen der DJ-Künstler*innen angepasst. Da die Vorhaltung von Musik heutzutage hauptsächlich mittels digitaler Dateien stattfindet, sind die Geräte an kein Medium mehr gebunden und lassen damit vielfältigste Quellen zu. Mit der aktuellen Generation der DJ-Controller lassen sich unter anderem auch Live-Remixe schnell umsetzen. Einige Set-ups verfügen über USB-Schnittstellen, welche zusätzliche Soundkarten überflüssig machen. Ein solches Set-up entspricht der zeitgemäßen technischen Voraussetzung für ein künstlerisches, kreatives  Mixing. 

 

Von der Förderung ausgeschlossen sind Kabel (für Strom, Lautsprecher oder Instrumente), Lautsprecher, Verstärker, analoge Endstufen, Mikrophone und Effektgeräte sowie jegliches, analoges Zubehör. Ausgeschlossen sind ebenfalls gebrauchte Geräte.

 

Personalkosten für die Planung, Begutachtung, Installation etc. sind nicht förderfähig.

 

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6. Wie und ab wann kann ich mich bewerben?

Die Bewerbung erfolgt online. Das Online-Formular ist ab dem 6. Mai 2019, 10.00 Uhr verfügbar.

 

 

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7. Wohin sende ich meine ausgefüllten und vollständigen Antragsunterlagen?

Die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Unterlagen müssen innerhalb von 5 Werktagen in der Geschäftsstelle der LiveKomm eingegangen sein. Letztmöglicher Termin für den Eingang der Antragsunterlagen ist der 23. Mai 2019, 18.00 Uhr (s. Förderverfahren (Frage 9)).

 

Die Unterlagen sind an folgende Adresse zu schicken:

LiveMusikKommission e.V.

-Projektbüro Hamburg-

Postfach 10 32 21

20022 Hamburg

 

 

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8. Welche Unterlagen müssen eingereicht werden?

Ein vollständiger Antrag enthält folgende Unterlagen:

  • vollständig ausgefülltes, unterschriebenes Antragsformular; 
  • ein lückenloses Jahresprogramm von 2017 oder 2018 in Form einer Veranstaltungsliste (siehe Online-Vorlage) mit Nachweisen (Programmhefte, Flug- und Faltblätter oder ggf. Zeitungsberichte);
  • eine von einem*r Steuerberater*in oder einem*r Zeichnungsberechtigten unterschriebene betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA oder vergleichbares) des abgelaufenen Geschäftsjahres; 
  • Bestätigung des Eigenanteils und der Zwischenfinanzierung bis zur Fördermittelauszahlung (siehe Online-Vorlage); 
  • verbindliches Angebot für die geplante Anschaffung;
  • Handelsregisterauszug/ Vereinsregisterauszug oder Gewerbeanmeldung als Kopie; 
  • gemeinnützige Vereine: Kopie des vom Finanzamt erteilten Gemeinnützigkeitsbescheids;
  • unterschriebener Finanzierungsplan (siehe Online-Vorlage). 

  

Die Anträge können laufend innerhalb der elftägigen Frist gestellt werden. Nur vollständige und formgerechte Anträge werden berücksichtigt.

 

 

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9. Wie läuft das Förderverfahren ab?

Der Antrag wird online ausgefüllt und abgesandt.

 

Alle Antragsteller*innen erhalten ihren ausgefüllten Antrag auch per E-Mail unmittelbar nach dem Eingang des Online-Antrags zugeschickt. Dieser vollständige Antrag muss binnen 5 Werktagen unterschrieben in 1-facher Ausfertigung mit allen Anlagen in Papierform bei der LiveMusikKommission, Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (LiveKomm), -Projektbüro Hamburg-, Postfach 10 32 21, 20022 Hamburg per Post eingegangen sein. 

 

Eine ausschließlich elektronische Antragsstellung ist nicht möglich.

 

Nur vollständige und formgerechte Anträge werden berücksichtigt. 

 

Die Anträge werden wie folgt priorisiert und dann bearbeitet:

  • die postalisch eingereichten Anträge werden nach Onlinezeitstempel bearbeitet (Windhundverfahren);
  • Berücksichtigung der Regionalquote nach Bevölkerungsanteil der Bundesländer. Anträge, welche die Regionalquote übersteigen, kommen auf die Warteliste;
  • nach Antragsende werden etwaige, nicht abgeforderte Mittel auf der Grundlage der Warteliste ausgeschüttet. Die Priorisierung erfolgt nach Onlinezeitstempel.

  

Die Prüfung der Anträge sowie die Prüfung der Abrechnung und Belege nach Anschaffung erfolgt durch die LiveKomm.

 

Alle Antragsteller*innen mit einem nach der Prüfung als förderfähig eingestuften Antrag, erhalten einen Fördervertrag, in dem die Investitionssumme, die Höhe des Eigenanteils sowie die Förderhöhe festgelegt sind. Dieser Vertrag muss binnen einer Woche nach Zustellung unterschrieben bei der Zuwendungsgeberin, der Initiative Musik gGmbH, Friedrichstr. 122, 10117 Berlin, per Post eingegangen sein. 

 

Der Abschluss des Fördervertrags erfolgt durch die Initiative Musik gGmbH. Nach Schließung des Fördervertrags haben Antragsteller*innen 4 Wochen Zeit, die Investition vorzunehmen, und weitere 2 Wochen, den Verwendungsnachweis einzureichen. Die Mittel werden (nach Abrechnung und Belegprüfung durch die LiveKomm) von der Initiative Musik überwiesen.

 

Im Rahmen der Abrechnung müssen der LiveKomm folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt werden: 

  • unterschriebener und gestempelter zweiseitiger Verwendungsnachweis,
  • Originalrechnungen,
  • Überweisungsbelege,
  • Sachbericht.

 

 

Fristen

  • Antragstellung –  6. bis 17. Mai 2019 (11 Tage), (Zeitraum für Antragsteller*in)
  • Einreichung des Antrags in Papierform samt aller Unterlagen per Post – 23. Mai 2019 (Zeitraum für Antragsteller*in)
  • Vertragseinreichung – 1 Woche (Zeitraum für Antragsteller*in)
  • Anschaffungsphase – 4 Wochen (Zeitraum für Antragsteller*in)
  • Abgabefrist Verwendungsnachweis – 2 Wochen (Zeitraum für Antragsteller*in) 

 

 

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10. Was ist die Regionalquote und wie errechnet sich diese? Welchen Einfluss hat die Regionalquote auf die Bewerbung?

Um alle Bundesländer gleichwertig zu berücksichtigen, wurde die Regionalquote entwickelt. Durch diese wird gewährleistet, dass jedes Bundesland mit einem fairen Anteil Fördergelder berücksichtigt wird.

 

Stand: 26.04.2019; Änderungen vorbehalten.

 

Die Regionalquote bezeichnet den länderspezifischen maximalen Förderanteil. Dieser entspricht dem Anteil der Bevölkerungszahl eines Bundeslandes an der Gesamtzahl der Bevölkerung Deutschlands.

 

Ausnahmen

Ausnahmen stellen die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin dar. Aufgrund der hohen Dichte an Musikspielstätten wird hier die Bevölkerungsanzahl mit dem Faktor zwei multipliziert (siehe Tabelle 1).

 

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11. Wie berechnet sich mein Eigenanteil/ Höhe der Fördersumme?

Jede Förderung setzt einen Eigenanteil, d.h. eigene Mittel der Antragsteller*innen voraus. Zuwendungshöhe und finanzieller Eigenanteil sind bezogen auf die förderfähigen Investitionen gestaffelt. Der Eigenanteil darf 2,5% des Jahresumsatzes bzw. der Jahreseinnahmen nicht übersteigen (bzw. der Umsatz des Jahres muss dem 40-fachen des eingeforderten Eigenanteils entsprechen).

 

Förderhöhe und finanzieller Eigenanteil sind – bezogen auf die förderfähigen Investitionshöhen – wie folgt gestaffelt:

 

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12. Kann ich meinen Eigenanteil mit Zuwendungsmitteln aus Stadt/ Kommune/ Land/ Bund aufstocken?

Eine zusätzliche regionale Förderung durch Programme seitens Stadt/ Kommune/ Land ist zulässig.

 

Eine Übersicht zu kommunalen Fördereinrichtungen findet man im Förderatlas.

Ausgeschlossen sind Mittelzuwendungen aus Förderprogrammen des Bundes (bspw. Preisgeld aus dem Spielstättenprogrammpreis APPLAUS).

 

 

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13. Bestehen weitere Zuwendungsbestimmungen?

Ja, denn die geförderte Aufführungstechnik unterliegt einer Zweckbindung. Wird die geförderte Aufführungstechnik vor Ablauf von fünf Jahren veräußert oder der Spielbetrieb der mit dieser Aufführungstechnik ausgestatteten Spielstätte eingestellt, so ist dies der Initiative Musik oder LiveKomm anzuzeigen und die Zuwendung anteilig zurückzuzahlen. Bei der Bestimmung der Höhe der Rückzahlung werden der Veräußerungserlös und die Dauer der zweckentsprechenden Nutzung berücksichtigt.

 

Der Fördervertrag kann aufgelöst werden, wenn der Kauf-/ Verwendungsnachweis nicht binnen 8 Wochen nach Abschluss des Fördervertrags vorgelegt wurde.

 

 

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14. Besteht eine Inventarisierungspflicht für die gekauften Gegenstände?

Ja. Nach den allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) sind Zuwendungsempfänger*innen verpflichtet, Gegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungswert 410 Euro (ohne Umsatzsteuer) übersteigen, zu inventarisieren. Soweit aus besonderen Gründen der Bund Eigentümer ist oder wird, sind die Gegenstände in dem Inventar besonders zu kennzeichnen (Hinweis: Eine Vorlage gibt es im Antrags-Tool).

 

 

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15. Kann ich mehrere Anträge einreichen?

Betreiber*innen können pro Spielstätte/ Konzession maximal einen Antrag stellen. Die Spielstätte muss mindestens seit 12 Monaten betrieben werden.

 

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16. Kann ich auch Rechnungen von bereits getätigten Käufen einreichen bzw. von wann muss das Rechnungsdatum sein?

Nein. Für Vorhaben, die vor Antragsbewilligung/ Investitionsbestätigung bereits begonnen haben, werden keine Zuwendungen gewährt. Das Rechnungsdatum muss nach dem Vertragsschluss mit der Initiative Musik liegen.

 

 

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17. Ab wann ist mein Zuwendungsvertrag rechtswirksam?

Mit der Unterschrift der Zuwendungsgeberin (Initiative Musik) ist der Fördervertrag rechtswirksam. Die darin aufgeführten Gegenstände können nun gekauft werden. Dies muss jedoch binnen vier Wochen geschehen, da der Vertrag anderenfalls unwirksam wird. In diesem Falle fällt das Geld dem*der nächsten Antragssteller*in auf der jeweiligen Länderliste zu.

 

 

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18. Wann erfolgt die Auszahlung?

Die Auszahlung der Zuwendungssumme erfolgt im Nachhinein und nur gegen Vorlage der benötigten Unterlagen (Originalrechnung mit Überweisungsbeleg, Sachbericht und Verwendungsnachweise) bei der LiveKomm. Es wird jedoch nur der auf der Rechnung nachgewiesene Betrag (abzüglich des Eigenanteils) und höchstens die im Zuwendungsvertrag festgeschriebene Summe erstattet. 

 

Hinweis: Die Förderung erstreckt sich nur über den in der Rechnung ausgewiesenen Netto-Betrag! Ausgenommen sind gemeinnützige Vereine.

 

 

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19. Welche Unterlagen muss ich mit dem Verwendungsnachweis einreichen?

 Der Verwendungsnachweis besteht aus:

 

- einem kurzen Sachbericht, in dem folgende Fragen beantwortet werden:

  • Welche Gegenstände wurden wann und wo gekauft?
  • Warum erfolgte diese Investition und was erwarten bzw. erhoffen Sie sich daraus?
  • Zu welchen Anteilen handelt es sich bei der Investition um eine Ergänzung/ Erweiterung (erstmals mit digitaler Technik) Ihrer technischen Ausstattung oder aber um einen Austausch/ eine Erneuerung?
  • Welchen Gesamtbetrag haben Sie bei dieser Förderung in Tontechnik (einschließlich DJ-Set-ups) und welchen in Lichttechnik investiert?

 

- einem zahlenmäßigen Nachweis: Bitte nutzen Sie dafür die Vorlage von Ihrem zuletzt eingereichten verbindlichen Finanzierungsplan, der ausschließlich die zuwendungsfähigen Investitionsgegenstände enthält. Sie finden darin eine Anleitung, wie der Nachweis in wenigen Schritten zu erstellen ist.

 

allen Rechnungen im Original (und Überweisungsnachweis).

 

 

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20. Hilft jemand bei der Antragstellung und beim Verwendungsnachweis?

Das LiveKomm-Büro steht allen Antragsteller*innen für Fragen zur Seite – rufen Sie einfach an.

 

Kontakt

 

Christian Ordon

E-Mail: christian.ordon(at)livekomm(dot)org

Tel.:  +49 (0)40 - 235 184 16

 

Andreas Becker

E-Mail:  digital(at)livekomm(dot)org

Tel.:  +49 (0)40 - 235 184 30

 

LiveMusikKommission e.V.

LiveMusikKommission e.V.

-Projektbüro Hamburg-

Postfach 10 32 21

20022 Hamburg

 

Sprechzeiten

Montag bis Donnerstag jeweils 10-13 Uhr & 14-17 Uhr

 

 

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