Häufig gestellte Fragen zum "APPLAUS – Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten 2018"

Allgemein

Wofür wird der Spielstättenprogrammpreis APPLAUS – Auszeichnung der Programmplanung unabhängiger Spielstätten (im Folgenden kurz „APPLAUS“ genannt) vergeben? 

Prämiert werden Spielstätten sowie Veranstalter [1] von Livemusikreihen, die ein kulturell herausragendes und auszeichnungswürdiges Livemusikprogramm im Bereich Rock, Pop und Jazz anbieten und sowohl die inhaltliche als auch finanzielle Hauptverantwortung tragen. Prämiert werden immer die Programme des Vorjahres.

Mit dem APPLAUS möchte die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (nachfolgend „BKM“ genannt) durch eine bundesweite Spitzenförderung die Bedeutung der Spielstätten im Rock-, Pop- und Jazzmusikbereich unterstreichen und zu mehr Aufmerksamkeit für ihre Belange in den Kommunen und Regionen verhelfen.

 

 

Welche Preise werden vergeben?

Es werden dotierte Preise in drei Kategorien vergeben. In jeder Kategorie gibt es zusätzlich einen undotierten ersten Preis mit dem Titel "Spielstätte bzw. Programm des Jahres".

 

Zudem werden zwei weitere dotierte Preise von der Jury vergeben: Einen Preis der Jury für das „beste Programm im ländlichen Raum“, und einen Preis der Jury für Gleichstellung.

Wie in den Vorjahren kann die Jury einen „Sonderpreis der Jury“ vergeben. In jeder Kategorie gibt es grundsätzlich mehrere Preisträger. 

 

Kategorie I

  • Spielstätten mit regelmäßig mehreren eigenen Livemusikveranstaltungen pro Woche, d. h. in Summe mindestens 104 im Jahr.
  • Urkunde mit einer Prämie von bis zu 40.000 Euro.

 

Kategorie II

  • Spielstätten mit durchschnittlich einer eigenen Livemusikveranstaltung pro Woche, d. h. in Summe mindestens 52 im Jahr.
  • Urkunde verbunden mit einer Prämie von bis zu 20.000 Euro.  


Kategorie III – Programmreihen 

  • Veranstalter von festen Programmreihen mit mindestens 10 Livemusikveranstaltungen von unterschiedlichen Künstlern in einem Zeitraum von mindestens drei Monaten im Jahr (Festivals sind ausgeschlossen)
  • Spielstätten mit durchschnittlich weniger als einem Konzert pro Woche, mindestens aber 10 Veranstaltungen im Jahr
  • Urkunde verbunden mit einer Prämie in Höhe von 5.000 Euro

Die Höhe der Prämien in Kategorie I und II werden im Rahmen der finalen Jury Sitzung von der Jury endgültig festgelegt.

 

 

Was sind die zwei weiteren Preise?        

Zusätzlich zur Bewerbung in Kategorie I, II oder III kann sich jeder Antragsteller für einen zusätzlichen Preis im Antrag bewerben. Die Bewerbung und ggfs. Auszeichnung für diese Preise ist nur in Verbindung mit einem vollständigen und zulässigen Antrag in Kategorie I, II oder III möglich. Eine mehrfache Auszeichnung ist möglich. Ebenfalls kann eine Auszeichnung für einen dieser Preise ohne Auszeichnung in Kategorie I, II oder III erfolgen.

 

 

Preis der Jury für "Bestes Programm im ländlichen Raum“:

Als ländlicher Raum sind Gemeinden und Städte mit bis zu 35.000 Einwohnern und/oder einer Bevölkerungsdichte von weniger als 200 Einwohner / km² definiert.

Stellen Sie uns Ihre Ideen/Initiativen und Instrumente vor, mit denen Sie ein ambitioniertes Kulturprogramm auf dem Land auf die Beine stellen und wie Sie entsprechendes Publikum dafür gewinnen.

 

 

Preis der Jury für „Gleichstellung“:

Unter Gleichstellung sind Maßnahmen der Angleichung der Lebenssituation von gleichberechtigten heterogenen Bevölkerungsgruppen gemeint.

           

Stellen Sie uns besondere Ideen/Instrumente vor, mit denen Sie sich um Gleichstellung in Ihrer Programmreihe bzw. Ihrer Spielstätte bemühen (dies gilt für Personen auf, vor oder hinter der Bühne). Hier können unterschiedliche Aspekte eine Rolle spielen. Beispielsweise:

  • Gezielt hoher Frauenanteil im Programm
  • Eigene besondere Initiativen / Reihen zur Förderung der Gleichstellung
  • Bemühungen um Gleichstellung in der internen Firmenpolitik
  • Ansprache einer spezifischen Publikumsgruppe

 

 

Was ist der Sonderpreis der Jury?

Die Jury kann einen Sonderpreis vergeben. Im Vorfeld der Jurysitzung können die Jurymitglieder und Partnerverbände begründete Nominierungen für Sonderpreise einbringen. In der Jurysitzung wird über die eingegangenen Vorschläge dann entschieden. Der Sonderpreis soll Personen, Institutionen oder Körperschaften ehren, die einen besonderen Beitrag im Sinne der Ziele des APPLAUS leisten oder geleistet haben.

 

 

Was ist als ein Konzert zu werten?

Als ein Konzert ist eine Veranstaltung zu werten, in der Livemusik öffentlich konzertmäßig aufgeführt wird und im Vordergrund steht. Mehrere Konzerte an einem Tag gelten als eine Veranstaltung, sofern für diese auch nur einmal Eintritt gezahlt wurde.

Neben Rock, Pop und Jazz kann auch experimentelle sowie elektronische Livemusik (Live-Einsatz von mindestens einem Instrument / Computer) zum auszeichnungswürdigen Livemusikprogramm zählen.


[1] Wir legen großen Wert auf geschlechtliche Gleichberechtigung. Aufgrund der Lesbarkeit der Texte wird vorwiegend die maskuline Form gewählt.

 

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Preisgelder

Sind die Preisgelder zweckgebunden?

Ja, da es sich bei den Preisgeldern um Bundesmittel handelt und diese als zweckgebundene Projektförderung weitergegeben werden. Spielstättenbetreiber oder Veranstalter können die Preisgelder daher ausschließlich für die Fortführung des ausgezeichneten oder eines vergleichbaren Livemusik-Programms und/oder für Betriebs- oder Investitionskosten der ausgezeichneten Spielstätte verwenden. Die Preisgelder sollen insbesondere dazu beitragen, die Bedingungen für die auftretenden Künstler zu verbessern und generell dafür sorgen, dass die ausgezeichneten Clubs und Veranstalter auch weiterhin kulturell herausragende Livemusik-Programme anbieten können.

Bevor die Preisgelder ausgezahlt werden können, müssen die Clubs bzw. Veranstalter einen Kostenplan über die beabsichtigte Verwendung der Preisgelder einreichen. Kostenplan und tatsächliche Ausgaben müssen übereinstimmen. Abweichungen vom Kostenplan sind möglich, wenn sie vorher mit der Initiative Musik abgestimmt werden. Die Ausgaben müssen mit Belegen ein Jahr nach der Preisverleihung nachgewiesen werden.

Eine Kombination der Preisgelder mit Fördermitteln aus einem anderen Förderprogramm des Bundes (z. B. Digitale Investitionsbedarfe) für den gleichen Verwendungszweck ist nicht gestattet.

 

Achtung: Mit Hilfe der Preisgelder erworbene Gegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungswert (netto) 410 Euro übersteigt, sind zu inventarisieren.

Sie dürfen ohne vorherige Zustimmung der Initiative Musik (weitergehend des BVA) vor Ablauf von 10 Jahren (IT – Bereich 4 Jahre) weder veräußert noch in anderer, dem Zuwendungszweck widersprechender Weise, verwendet werden. Nach Ablauf der Zweckbindungsfrist kann der Gegenstand, soweit er nicht zur Fortführung der satzungsmäßigen Aufgaben benötigt wird, veräußert werden. In diesem Fall ist der Mindesterlös zu erzielen, der den Einnahmen des Haushalts zuzuführen ist. Treten Umstände ein (Einstellung der Förderung, Änderung der satzungsmäßigen Aufgaben), die eine zweckentsprechende Verwendung nicht mehr ermöglichen, ist die Entscheidung der Initiative Musik (weitergehend des BVA) zur weiteren Verwendung einzuholen. Dabei sind Zustand und geschätzter Restwert der fraglichen Gegenstände sowie ein Vorschlag zur weiteren Verwendung mitzuteilen.

 

 

Was ist unter der 40%-Fördermittelhöchstgrenze zu verstehen?

Antragsberechtigt sind nur Betreiber, die ihre Spielstätte mit weniger als 40% des Gesamtumsatzes aus öffentlichen Mitteln finanzieren. Hierzu zählen finanzielle Mittel, aber auch unbare Leistungen, wie kostenfreie Überlassung von Räumlichkeiten oder Personal.

Im Rahmen der Antragsprüfung behält sich die Initiative Musik vor, die Zustellung einer aktuellen Gewinn- und Verlustrechnung der Spielstätte einzufordern. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nicht fester Bestandteil des Antrags, muss jedoch auf Anfrage zwingend vorgelegt werden.

Anträge der Kategorie III sind von dieser 40%-Regelung ausgenommen.

 

 

Warum gilt die 40%-Fördermittelhöchstgrenze nicht für Bewerbungen der Kategorie III?

Eine Fördermittelhöchstgrenze in der Kategorie III würde zum Ausschluss zahlreicher sog. Kleinstveranstalter von Livemusikprogrammen (feste Reihen) führen. Angesichts der häufig recht kleinen Budgets solcher Kleinstveranstalter ist die Fördermittelhöchstgrenze oft schnell mit z. B. Bereitstellung eines Veranstaltungsraumes o. ä. erreicht. Um ihnen auch eine Bewerbung für den Spielstättenprogrammpreis APPLAUS zu ermöglichen, gilt die Fördermittelhöchstgrenze daher nicht für Bewerbungen in Kategorie III.

  

Achtung neu! Unternehmen der öffentlichen Hand sowie Unternehmen, an denen die öffentliche Hand unmittelbar mehrheitlich beteiligt ist, sind nicht antragsberechtigt. Das gilt auch für die Kategorie III. Entscheidend sind hier die Trägerschaft und Gesellschafter- Anteile der Rechtsperson.

 

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Antragsverfahren

Für welche Spielstätten in Kat. I und Kat. II können Anträge gestellt werden?

Antragsberechtigt sind Spielstättenbetreiber in Deutschland, die einen oder mehrere Veranstaltungsräume (unter einer Konzession / einem Namen) haben und zu weniger als 40 Prozent aus öffentlichen Mitteln (einschließlich unbarer Leistungen) finanziert werden. Die Besucherkapazität des Veranstaltungsraum / der Veranstaltungsräume, für den/die der Antrag gestellt wird, darf insgesamt maximal 1.000 Personen aufweisen Jeder Antragsteller darf sich mit maximal einer Spielstätte bewerben.

 

Beispiele:       

  • Eine Spielstätte hat zwei Veranstaltungsräume mit einer Besucherkapazität von 300 und 600 Personen. Der Antrag kann für das Programm beider Räume gestellt werden.
  • Eine Spielstätte hat einen Veranstaltungsraum mit einer Besucherkapazität von 1.200. Die Spielstätte ist somit nicht antragsberechtigt.
  • Eine Spielstätte hat zwei Veranstaltungsräume mit einer Besucherkapazität von 400 und 800 (also mehr als 1000) Personen. Es kann nur ein Antrag für einen der Veranstaltungsräume und somit auch nur mit dem Programm dieses Veranstaltungsraumes gestellt werden. Veranstaltungen, welche in beiden Veranstaltungsräumen stattfinden, können nicht mit angegeben werden.

 

 

Können 2018 auch Bewerbungen eingereicht werden für Spielstätten, die bereits mit dem APPLAUS / Spielstättenprogrammpreis eines Vorjahres ausgezeichnet wurden?

Jein: teilnahmeberechtigt sind 2018 auch Spielstättenbetreiber und Veranstalter, die bereits mit dem APPLAUS / Spielstättenprogrammpreis prämiert wurden.

 

Achtung neu! Wer allerdings bereits dreimal hintereinander mit dem Preis ausgezeichnet wurde, muss 2018 für ein Jahr aussetzen und ist erst 2019 wieder berechtigt teilzunehmen.

 

 

Was ist unter „Rental“-Veranstaltungen zu verstehen, die von der Teilnahme ausgeschlossen sind?

Es dürfen nur solche Livemusik-Veranstaltungen in das eingereichte Programm aufgenommen werden, bei denen dem Künstler / der Agentur weder ganz noch anteilig Grundkosten (z. B. Raummiete, Haus-Personal, Haus-Technik) der Veranstaltung berechnet wurden („Rentals“) bzw. garantiert werden mussten. Einzige Ausnahme ist die garantierte (angemessene) Gage in Verbindung mit einer zusätzlichen Einnahmebeteiligung ab Break Even.

„Risiko-Splitdeals / Türdeals“ sind hingegen zugelassen, sofern die Einnahmen ausschließlich mit einem vorab festgelegten prozentualen Anteil aufgeteilt wurden, und keine pauschalisierten Kostenpositionen im Vorwege abgezogen wurden. Dabei müssen mindestens 50% an den Künstler / die Agentur fließen. Eine Ausnahme bildet die Zahlung einer garantierten Künstlergage im Zusammenhang mit dem zuvor genannten Split ab einem Break Even.

Falsche Angaben führen zur Ablehnung des ganzen Antrags. Sollten sich Angaben nach einer Prämierung als falsch herausstellen, wird der Preis gänzlich aberkannt.

 

 

Kann ein Antragsteller mehrere Anträge einreichen?

Pro Antragsteller darf nur ein Antrag für eine Spielstätte eingereicht werden. Dieser Antragsteller kann darüber hinaus für maximal eine Programmreihe einen weiteren Antrag stellen. Diese Reihe darf nicht in der Spielstätte stattfinden, für die der Antragsteller bereits einen Antrag gestellt hat. Ein Veranstalter darf nur einen Antrag für eine Programmreihe stellen.

 

 

Wie stelle ich den Antrag für meine Spielstätte oder Veranstaltungsreihe? 

Der Antrag wird online ausgefüllt und gestellt. Bei der ersten Anmeldung erhalten Sie eine Projektnummer und einen Benutzernamen mit denen Sie ihren Antrag online anlegen und anschließend abrufen und bearbeiten können.

Wenn Sie Ihren Antrag vollständig ausgefüllt haben und online eingereicht haben, erhalten Sie eine Antragsbestätigung, die sie ausdrucken und unterschreiben müssen. Diese darf nur durch eine vertretungsberechtigte Person unterschrieben werden (nicht i.A.).

Der Ausdruck muss spätestens am 22.06.2018 bis 18 Uhr in der Geschäftsstelle der Initiative Musik in Papierform vorliegen (Ausschlussfrist). Eine Zusendung per Fax bis dann wird ebenfalls anerkannt. Der Originalantrag ist in dem Fall parallel dazu auf dem Postweg zu senden an:

 

Initiative Musik gemeinnützige Projektgesellschaft mbH

Friedrichstraße 122

10117 Berlin

Fax: 030 531 475 45 99

 

Das Antragsverfahren ist beendet. Es können keine Anträge für den APPLAUS 2018 mehr gestellt werden.

Ein Antragsmuster (dies bitte nicht ausfüllen) liegt dort ebenfalls zum Herunterladen als Beispiel bereit.

Es muss nur die Antragsbestätigung abgeschickt werden. Bitte sehen Sie aus umweltgründen davon ab, uns Flyer, Programme, Presseartikel oder Antragsanhänge per Post zu schicken, da die Jury ausschließlich die online eingereichten Daten bewertet.

 

 

Können Umbaupausen sowie urlaubs- und saisonbedingte Pausen mitgerechnet werden?

Spielstätten, die begründete Pausen von maximal 3 Monaten in Ihrem Livemusikprogramm aufweisen, können einen Antrag stellen. Jedoch werden die Pausen nicht anteilig an die Konzerte angerechnet, mit denen sich beworben wird. Anders gesagt: Nur die reale Anzahl an Konzerten ist Grundlage für den Antrag zum APPLAUS und die Einstufung die Kategorie I, II oder III.

 

 

Datenschutz

Ihre Daten werden vertraulich behandelt, nicht veröffentlicht und nicht an Dritte (Verbände, GEMA, Werbetreibende etc.) weitergegeben; hiervon ausgenommen ist die Jury und die Steuerungsgruppe des APPLAUS sowie die zur Abrechnung der Fördergelder verantwortlichen Bundeseinrichtungen (BKM, Bundesverwaltungsamt, Bundesrechnungshof).

 

 

Wie umfangreich ist der Antrag?

Der Antrag ist in 6 Sektionen aufgeteilt und umfasst ca. 45 Fragen in Kategorie I & II und ca. 40 Fragen in Kategorie III. Hinzu müssen 4 (in Kategorie I & II) bzw. 2 (in Kategorie III) Dateien hochgeladen werden.

Darunter zu finden ist eine vorgegebene Auflistung der Konzerte, auf deren Grundlage der Spielstättenbetreiber bzw. Veranstalter seinen Antrag stellt. Zu finden ist diese Auflistung der Konzerte 2017 hier.

 Unter Sektion 5 im Antrag können Sie sich für den Gleisstellungspreis und/ oder den Preis für bestes Programm im ländlichen Raum bewerben. Diese zusätzliche Bewerbung ist optional.

 

 

In welchem Zeitraum kann der Antrag abgegeben werden?

Der Antrag muss unterschrieben in Papierform spätestens am 22.06.2018 bis 18 Uhr in der Geschäftsstelle der Initiative Musik vorliegen (Ausschlussfrist). Eine Zusendung per Fax bis dann wird ebenfalls anerkannt. Der Originalantrag ist in dem Fall parallel dazu auf dem Postweg zu senden. Eine frühere Abgabe des Antrages ist natürlich möglich.

 

 

Wo sind die Teilnahmebedingungen zu finden?

Die Teilnahmebedingungen sind unter diesem Link zu finden.

Änderungen der Teilnahmebedingungen sind möglich und werden auf der Internetseite der Initiative Musik veröffentlicht.

 

 

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Jury

Wie setzt sich die Jury zusammen?

Die Jury setzt sich aus neun fachkundigen Mitgliedern der deutschen Musikbranche zusammen, u. a. Spielstättenbetreiber, professionelle Musiker sowie Musikjournalisten. Es findet ein turnusmäßiger Wechsel in der Jury statt, damit ändert sich die Zusammensetzung von Jahr zu Jahr.

Für die Besetzung der Jury schlägt die Initiative Musik der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, nach Konsultation der Bundeskonferenz Jazz und der Livekomm fachkundige Personen vor. Anschließend wird die Jury von der Kulturstaatsministerin, Prof. Monika Grütters, berufen.

Die Jurymitglieder für den APPLAUS 2018 sind:

  • Michaela Bernhard, Geschäftsführerin Allgäu Concerts
  • Prof. Dieter Gorny, Aufsichtsratvorsitzender Initiative Musik, Vorsitzender der Jury
  • Peter Harasim, Conzertbüro Franken, Hirsch Nürnberg
  • Julia Hülsmann, Musikerin
  • Terry Krug, Vorstandsmitglied der Clubstiftung (Stiftung zur Stärkung privater Musikbühnen Hamburg)
  • Reiner Michalke, Programmchef Stadtgarten Köln
  • Jonas Pirzer, Musiker und Kulturmanager
  • Constanze Schliebs, Künstleragentur AsiaNetwork
  • Dieter Schubert, Geschäftsführender Gesellschafter a.s.s. concerts & promotion

 

 

 

Wie trifft die Jury ihre Entscheidung?

Alle eingegangenen Anträge werden vorab auf ihre formale Richtigkeit (z.B. Vollständigkeit der Unterlagen, Unterschrift, Besucherkapazität etc.) durch die Initiative Musik geprüft. Bei formalen Fehlern setzt sich die Initiative Musik zur Klärung mit den Antragstellern in Verbindung. Die formale Vorprüfung findet im Zeitraum vom 25. Juni 2018 bis 27. Juli 2018 statt. Bei Rückfragen zum Antrag setzt sich die Initiative Musik zuerst telefonisch oder per E-Mail unter den von Ihnen angegebenen Kontaktdaten mit Ihnen in Verbindung. Stellen Sie bitte sicher, dass die angegebenen Anschlüsse erreichbar sind.

Anschließend erhält die Jury die vorgeprüften Anträge zur fachlichen Bewertung

Die einzelnen Jurymitglieder treffen eine Vorauswahl unabhängig, eigenständig und geheim in Form eines Online-Voting-Systems. Danach findet eine Jurysitzung statt, in der die endgültigen Entscheidungen getroffen werden. Um die Unabhängigkeit der Jury sicherzustellen, werden Entscheidungen nicht öffentlich begründet.

 

 

Was sind die wichtigsten Entscheidungskriterien der Jury?

Für die Jury ist entscheidend, ob das eingereichte Programm der Zielsetzung des APPLAUS entspricht, ob also der betreffende Club oder die Veranstalter – oftmals auch mit hohem finanziellen Risiko – kulturell herausragende Livemusikprogramme anbietet und damit maßgeblich zum Erhalt der kulturellen Vielfalt in Deutschland beiträgt.

Hierfür sind vor allem folgende Kriterien entscheidend:

  • eine qualitativ anspruchsvolle, trendsetzende und kreative Programmkonzeption und -realisation,
  • angemessene Konditionen für die ausübenden Künstler,
  • einen hohen Anteil nationaler Bands, Künstler und/oder Nachwuchskünstler,
  • Programmschwerpunkte im Bereich zeitgenössischer Jazz oder experimentelle Rock- Popmusik,
  • experimentelle, innovative Programmauswahl,
  • kulturell und konzeptionell ambitioniertes Programm.

 

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Finanzierung und Verantwortlichkeit

Wie wird der APPLAUS finanziert und wie werden die Gelder genutzt?

Für die gesamte Organisation des Preises (Auswahl- und Abwicklungsverfahren sowie Preisverleihung) und die mit der Auszeichnung verbundenen Preisgelder stehen der Initiative Musik aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages 1.000.000,- Euro aus dem Etat der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien zur Verfügung.

Wenn zusätzlich regionale Mittel (vom Land oder der Kommune) verfügbar sind, werden diese für die Preisverleihung eingesetzt.

Ca. 92% der Mittel werden für die Preisgelder der Preisträger genutzt. Ca. 8% der Mittel werden für die Verwaltung des Preises genutzt. Hierzu zählen u. a. auch:

  • Vorbereitung, Durchführung und Abwicklung über 2,5 Jahre (u. a. Personalkosten, Antragsverfahren- und Datenbank, Urkunden- und Plakettenherstellung, Kommunikationskosten, Reisekosten, Jury, Büro- und Verwaltungskosten)
  • Preisverleihung (u. a. Raummiete, Produktionskosten, Veranstaltungstechnik, Catering, lokale Personalkosten, Versicherung)
  • Bühnenprogramm der Preisverleihung (u. a. Gagen der Künstler, KSK, GEMA, Reisekosten) und Reiskostenzuschuss der Preisträger (Fahrt- sowie Übernachtungskosten aller an der Preisverleihung teilnehmenden Preisträger)
  • Presse, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing über 2,5 Jahre (u. a. Berichterstattung, Fotografen, Pressearbeit, Presseclipping, grafische Aufarbeitung, Dokumentation, Workshops zum Antragsverfahren). Der weitere Ausbau ist ein Schwerpunkt in 2016 (siehe auch Ergebnis der Evaluation: Unterstützung der Preisträger bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit, Verstärkung der Kommunikation mit den kulturpolitischen Akteuren in Bund, Länder und Kommunen, usw.)

  

Wer ist für die Durchführung, Ausrichtung und Planung des Preises verantwortlich?

Die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien verleiht den APPLAUS für herausragende Livemusikprogramme. Der APPLAUS ist ein Projekt der Initiative Musik gGmbH. Zur Durchführung setzt sich die Initiative Musik gGmbH mit der Bundeskonferenz Jazz (BK Jazz) und der LiveMusikKommission Verband der Musikspielstätten in Deutschland e.V. (LiveKomm) ins Benehmen. Aus jeder der genannten Parteien setzt sich auch die sogenannte „Steuerungsgruppe“ zusammen, welche beratend bezüglich Planung und Durchführung des Preises tätig ist.

 

 

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Preisverleihung

Wann, wo und wie findet die Preisverleihung statt? 

Die Preisverleihung finden im November diesen Jahres statt. Der Ort wird noch bekanntgegeben. Zielgruppe der Preisverleihung sind Spielstättenbetreiber, Preisträger, Antragsteller, interessierte Spielstättenbetreiber sowie Veranstalter, in der Kulturpolitik Verantwortliche aus den Ländern und Kommunen sowie Pressevertreter. 

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