Caracho

Caracho

Name

 

Caracho

 

Mitglieder

Ivo Vossen
Sven lauer
Omo Bewarder 

Ort

Hamburg

Bundesland

Hamburg

Genre

Indie / Folk / Singer-Songwriter

Label

Oneeyedcharlie

Fördergegenstand

Produktion
PR und Marketing
Tour/Festival

Förderrunde

6 (2009)

Website

www.caracho-musik.de

Kontakt

cvr(a)goldengatemanagement.com

Booker

shuh(a)solarpenguin.de

Tourdaten

www.caracho-musik.de

Kurztext

„Tour le dispo“ nannten Caracho ihren bisher besten PR-Gag, mit dem sie ihr erstes Album „Lasst uns Bambi spielen“ promoteten. Sie spielten dort Konzerte, wo man eigentlich nur hingeht, wenn man nachts Geld braucht: in EC-Automaten-Räumen von Banken. Sogar der Spiegel berichtete über die Aktion der anarchistischen Elektro-Popper. Die Band, die mit angeklebten Plastikschnäuzern auftritt, zeichnet sich durch typischen St.-Pauli- Humor aus und lieferte mit ihrer Liebeserklärung an die Heimat „In Hamburg sagt man jaja“ eine starke erste Single ab. Anfang 2011 erscheint ihr neues Album „Die Jagd beginnt“ auf dem sie erneut den abenteuerlichen Versuch unternehmen, den musikalischen Bogen von Falco über die Chemical Brothers bis Trio zu spannen.

Presseinfo

Caracho ist ein trefflicher, klug gewählter Bandname, wirkt der Energielevel ihrer Musik doch fürwahr durchgängig kraftstrotzend. Die enorm aktionistische hamburger Electro-Punk-Formation unterscheidet sich allein mit ihren blonden Perücken und schwarzen Plastikschnauzbärten schon rein äußerlich von so ziemlich allen anderen Acts unserer Breitengrade. Sänger Sven Lauer, DJ Omo Bewarder und Saitenmann Ivo Vossen sind Provokateure mit dem Herz am rechten Fleck. Hinter ihrem anarchistischen Humor verbirgt sich der unbedingte Wille zur politischen Kritik. Ihre „Tour Le Dispo“, diese lose Guerillakonzertreihe in den EC-Automaten-Räumen von Banken, wo sie mit ihren kurzfristig im Internet und sozialen Netzwerken angekündigten Gigs ihre Form der Kapitalismuskritik verwirklichen, hat es hat es bis auf die Spiegel Online Startseite geschafft. Mit der „Caracho Tour Le 3-2-1 Die Stadt ist meins“ wiederum offenbarten die Carachos ihre Solidarität mit der Protestbewegung im Hamburger Gängeviertel. Das Trio steht durchaus in der Hamburger Tradition von Profisatirikern wie Studio Braun, Goldene Zitronen und Deichkind. Musikalisch bewegt sich die Band jedoch mit ihren dynamischen Electro-Schockern eher in Gefilde, die an die Chemical Brothers und Prodigy denken lassen.

Ganz in ihrem Element sind Caracho bei ihren Clubgigs, die eher an Happenings erinnern als an herkömmliche Konzerte. Da turnt eine Katzenfrau in Latexkostüm zu ihrem Kulthit „Schwarze Katze“ über die Bühne.Der Ausnahmezustand ist die Regel. Auf der Bühne gebärden sich Caracho, unterstützt von einem zusätzlichen Schlagwerker, wie rasende Berserker. Hier ist das Bouncen absolute Pflicht. ZZ-Top-Parodien bauen sie in ihre Sets ebenso ein wie in Schwarzlicht getauchte Techno-Einlagen, bei denen ihre weißen Rip-Shirts und die Samthandschuhe gefährlich leuchten. Konzerte von Caracho sind der nackte Wahnsinn am Rande der Kakophonie.

Schon mit ihrem Debütalbum „Lass uns Bambi spielen“ (2008) haben Caracho gehörig Alarmstimmung verbreitet. In den feisten Grooves ihrer Songs mischten sie mit Vorliebe Breakbeats und Hardcoregitarren zu einer kompakten Einheit. Dabei ist „In Hamburg sagt man JaJa“, eine der Paradenummern ihres Debüts, längst zu einer der großen Hamburger Stadthymnen vom Kaliber „Nordisch by Nature“ avanciert. Man darf den Jungs also durchaus auch Pop-Appeal bescheinigen. Für ihre Single „Schwarze Katze“ kollaborierten Caracho sogar mit dem britischen Duo Right Said Fred, initiierten dafür einen denkwürdigen Schlammcatchen-Videoclip und landeten mit dem Song auf hiesigen Dancefloors einen Achtungserfolg. Die Mischung aus Spontaneität und Konzept, aus Kunst und Klamauk, Electro-Beats und Euphorie mag auf den ersten Blick nicht jedermanns Sache sein, aber in punkto gnadenlose Partystimmung sind und bleiben sie Giganten.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Natürlich wollen Caracho Spaß haben, sind verspielt wie Pennäler, die immer wieder neue Abenteuer aushecken müssen (man schaue sich nur ihre witzigen Tschang Song - Filme auf ihrer MySpace-Seite an!), um die Spannung zu halten und dem Leben das rechte Maß an Nervenkitzel abzugewinnen. Selten ist es einer Band gelungen, sprachlich wie musikalisch das Banale und das Brisante so kongenial zu verquicken. Gender-Debatten stoßen Caracho mit ihrem Auftreten ebenso an, wie ihre Songs bisweilen an das Grundgefühl des Apokalyptischen appellieren, das Menschen im 21. Jahrhundert angesichts von Klimakatastrophen, Finanzkrisen und Kriegsszenarien beschleicht.

 
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