Mediengruppe Telekommander

Mediengruppe Telekommander

Name

Mediengruppe Telekommander

Mitglieder

Florian Zwietnig
Gerald Mandl

Ort

Berlin

Bundesland

Berlin

Genre

Rock/ Alternative/ Metal/ Punk

Label

Staatsakt

Fördergegenstand

Produktion & PR und Marketing, Tour/Festival

Förderrunde

05 (2009), 07 (2009)

Website

www.mediengruppe-telekommander.de

Kontakt

florian(a)harpune.net

Booking

Interact Booking

Kurztext

„Telekommanda“ war nicht bloß ein Schlachtruf, sondern eine Ansage: Auf Krawall gebürstet aber nicht aggressiv, irgendwo zwischen Elektro und Hip-Hop plus Gitarrenwände und nach eigenen Aussagen unterwegs als „die deutschen Beastie Boys“ samt medien- und konsumkritischen Texten — das war neu, das war schlau und vor allem schrill. Quasi aus dem nichts schuf die Mediengruppe damit ein neues Genre, in dessen Weidegründen bis heute so erfolgreiche Epigonen wie Deichkind und die Audiolith- Clique wildern. Der Mediengruppe reicht trotzdem keiner das Wasser.

Presseinfo

Florian Zwietnig, in München und Gerald Mandl in Österreich geboren treffen sich 1998 im Zug zwischen Berlin und Salzburg und finden gleich ein gemeinsames Thema: Ihre Liebe zu Indierock, Hip Hop und elektronischer Musik. Sie beschließen, gemeinsam einen musikalischen Weg einzuschlagen. Nach ersten gemeinsamen Sounddesign-Projekten für Kurzfilme und Videoinstallationen entsteht 2001 der erste Mediengruppe Telekommander-Track „Fraun sind besser“. Freunde und Bekannte sind begeistert, also wird ein Demo produziert. Ebenfalls machen sie sich Gedanken darüber, wie sie ihre Musik mit politisch unkorrekter Gesellschafts- und Medienkritik auf der Bühne präsentieren wollen. Ein Live-Konzept wird zusammen mit dem Produzenten Christian Harder und der Grafik-Designerin Ella Hering erstellt. Anfang 2002 steht das Duo „Mediengruppe Telekommander“, und dann geht alles ziemlich schnell: Das Hamburger Indie-Label „Enduro“ wird rasch auf die ungewöhnliche Kombo aufmerksam und bringt 2002 die erste Veröffentlichung „EP 1“ auf den Markt. Fünf Titel, die nicht nur in eingeweihten Club-Gänger-Kreisen für Furore sorgt. So eine Musik hat man schon lange nicht mehr gehört. Es folgen erste Live-Auftritte, gleich anschließend eine ganze Tour. Auch das Feuilleton wirft schnell seinen Focus auf das Starkstromduo und bespricht die Auftritte wohlwollend bis enthusiastisch. 2003 folgt die zweite Veröffentlichung „EP 2“, wieder bei Enduro. Ihre Live-Auftritte mausern sich zu Geheimtipps, Reaktion darauf ist verstärkte Präsenz in MP3-Magazinen und gesteigerte Download-Raten. Zu ihrem Electro-Punk-Song „Kommanda“ drehen sie 2005 ein No-Budget-Video, das bei „Fast Forward“ auf „VIVA zwei“ Kultstatus erlangt und rauf und runter gespielt wird. Es folgt der Umzug nach Berlin, begleitet von heftigem Interesse verschiedener Labels an den Telekommandern. Ebenfalls 2004 kommt ihre Single „Trend“ auf den Markt: „Gib mir ein T-Shirt mit Andreas Baader drauf“ – Ein solcher Slogan der Mediengruppe Telekommander wird zum zentralen Zankapfel der Presse: Die linke Pop-Kritik jubelt, das konservative Feuilleton debattiert. Ungeachtet dessen wird „Trend“ zum Liebling der DJ- und Clubszene. Ausgelassene und wilde Partys werden in deutschen Clubs gefeiert. Die subtilen, medienkritischen Texte lassen sich, trotz der ernsteren Intention, wunderbar mitgrölen und erzeugen eine Partystimmung, die den Dance-Floor erbeben lassen. Es folgt das Debutalbum „Die ganze Kraft einer Kultur“, das im Mai 2004 bei „Mute“ als CD und bei „Enduro“ als LP veröffentlicht wird, aufgenommen im Transporterraum-Studio von Moses Schneider, produziert von Christian Harder in Hamburg. Darauf sind zehn musikalische Orientierungshilfen für den Mediendschungel zu hören, die man im besten Falle als „unerhört“ bezeichnen kann. Dieses Debütalbum zieht wiederum die Musikpresse in ihren Bann, die Magazine überschlagen sich mit Lob und Zuspruch. So schreibt sogar die altehrwürdige „FAZ“: „Die Berliner Band Mediengruppe Telekommander macht Gesellschaftskritik zur großen Party“, und sogar das Lifestyle-Magazin „MAX“ jubelt: „Es ist lange her, dass man deutsche Texte mitgrölen konnte, ohne gleich als kompletter Depp dazustehen.“ Aber auch das Publikum pilgert in Massen zu den Konzerten der folgenden Tour und erlebt ein Musikerlebnis der Extraklasse. Nach über 100 Konzerten, etlichen Festivalauftritten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Polen und Holland, nach gemeinsamen Auftritten mit u.a. den „Sportfreunden Stiller“ und den „Beatsteaks“, nach einem ausgelassenen Videodreh in Las Vegas sowie einem fulminanten Abschlusskonzert im Berliner Palast der Republik, nehmen sich die Telekommandanten 2005 eine Auszeit, um zusammen mit Moses Schneider und Ben Lauber sowie Andreas Herbig und Gerhard Potuznik (Mix) am neuen Album "Näher am Menschen" zu arbeiten, das im Mai 2006 bei „Mute“ erscheint und wieder nicht mit Medien- und Konsumkritik spart, wobei sich die Kommandanten selber nicht ausnehmen. Man definiere sich nicht „als 'Gegen-Irgendwas“. „Wir sehen uns immer als Teil des Ganzen“, erklärt Zwietnig. Im Frühjahr 2007 wird die Mediengruppe Telekommander vom Goethe-Institut auf Konzertreise nach Russland geschickt und spielt in Moskau. Ebenfalls über das Goethe-Institut geben sie im Jahr 2007 Konzerte in Amsterdam. 2008 schließt sich wiederum über das Goethe-Institut veranlasste reise nach China. Auftrittsort ist Shanghai. Die Mediengruppe Telekommander ist eine der besten und am heftigsten diskutierten Bands im Lande. Wer sie einmal live gesehen hat, kann ein Lied davon singen. Das neue Album der Mediengruppe knüpft nahtlos an das Debüt „Die ganze Kraft einer Kultur an“: Hip Hop, Broken Beats, Retrosynths, Stromgitarren, Feedbacks, fixe Bassläufe und Sprechgesang finden zusammen zu einer einzigartigen Melange irgendwo im weiten Feld zwischen Indietronic, Club und letztlich großer Popmusik. Parolen, aber mit Augenzwinkern, sind immer noch ein Markenzeichen der Telekommandanten, diesmal aber sind die Texte persönlicher geworden, ohne aber die bekannte Einmaligkeit der „Mediengrupe Telekommander“ zu ersetzen. Davon künden auch die heftig geführten Diskussionen in Internetforen und euphorisierte Fan-Knäuels vor der Bühne. Die Telekommandanten lassen eben niemanden kalt.

 
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