Milla Kay

Milla Kay

Name

Milla Kay

Mitglieder

Milla Kay
Hauke Kliem

Ort

Hamburg

Bundesland

Hamburg

Genre

Pop

Label

Edel:Kultur

Fördergegenstand

Produktion
PR und Marketing

Förderrunde

11 (2010)

Website

millakay.de

Kontakt

info(a)millakay.de

Booker

info(a)millakay.de

Tourdaten

millakay.de

Presseinfo

„Whenever, whenever things come together“ fragt sich Milla Kay gleich zu Beginn ihres neuen Albums mit aufregend lässiger Stimme, während die Band einen dunklen Swingpuls spielt und den Hörer in ihre romantisch urbanen Geschichten zieht. Wann immer – auf „Heartmade“, dem zweiten Werk der Sängerin und Songschreiberin, kommen lauter spannende Dinge zusammen: Ausgelassenheit und Melancholie, Tiefe und Leichtigkeit, feinsinnige Arrangements und poppige Eingängigkeit. Singer/Songwriter-Jazz könnte man diese Musik nennen. Man denkt New York, hört ein bisschen Rio, dabei ist Milla Kay (sprich: Kai) ganz nordisch by nature, wohnt am Hamburger Hafen zwischen St. Pauli und Portugiesenviertel und präsentiert ein luftig transparentes Album, mit Liedern, die beflügeln und den Sonntagskater vergessen machen.

Schon den viel gelobten Stilmix des in London aufgenommenen Debüts („Out of place“ 2007) kreierte sie damals gemeinsam mit ihrem musikalischen Partner, dem Multiinstrumentalisten und Produzenten Hauke Kliem, mit dem sie auch die neue Song-Sammlung zusammengestellt hat.

Etwas Helles, unrettbar Lausbübisches liegt in Millas Blick, wenn sie über ihr Schaffen spricht: „Wir machen so eine Art Kreativ-Tennis, bei dem wir uns die Songideen, die uns nicht mehr loslassen, zuspielen.“ Und Hauke ergänzt: „Ein Akkord-Loop oder eine kleine Zeile wie „I rewind your smile“ kann schon die Inspiration für einen Song sein, der dann entwickelt werden will. Aber manchmal kommt Milla auch mit Stücken um die Ecke, die ziemlich schnell da sind und plötzlich wie aus dem Nichts funkeln.“

In den Hamburger Boogie Park Studios nahmen sie ihre Gitarren und diese Stücke dann in die Hand und entwarfen mit Unterstützung ihrer eingespielten Liveband eine groovige Akustik-Kulisse, die den Raum für Millas ansteckende Melodien öffnet. „Wir nehmen alles mit und kochen es dann aus wie Pop-Produzenten, gucken, wo es noch etwas Glanz braucht oder ob man hier oder da noch ein bisschen Dreck reinschmeißen kann.“ Was Milla Kay so erfrischend flapsig sagt, hört sich auf „Heartmade“ faszinierend gekonnt an.

So geht sie ihrem Spieltrieb nach, stapelt phantasievolle Chöre, greift zum Glockenspiel und scattet zur Ukulele, wie im Intro von „Walking On Air“. Entspannt und entgegen der Schwerkraft lässt sie hier die verliebten Verse über einen mitreißenden Rhythmus fliegen und durch den leicht aufgewirbelten Landstraßenstaub schimmern Sixties Sounds, angejazzte Retro-Gitarren, wabernde Vibraphone und man hört einen Hauch von Millas Humor. In „I`m drifting“, das während eines sommerlichen Paris-Aufenthalts entstand, reiht sie mit viel Soul die kleinen und großen Fragen des Lebens aneinander: „How far is future? Do I believe in god? Will I ever find a parking spot?“ Diese lakonische Sinnsuche wird von einem Trompeten- und Querflötensatz trillernd kommentiert. Das macht Laune!

Bei dem hinreißend geglückten Experiment, das übersteuerte E-Gitarrenriff der Stadionrocknummer „Seven nation army“ von den White Stripes einfach mal auf  der Ukulele zu zupfen, lächelt man verblüfft , bemerkt die subtile Coolness und verfolgt gespannt die aufblitzende Dynamik der Band. Dazwischen tauchen immer mal sparsam instrumentierte und idyllische kleine Inseln auf, wie das sehnsüchtige „Dear sun“. Dezente Percussion, eine Bossa-Gitarre – und man kommt ihr noch näher, der Sängerin mit der spröden und dennoch sanften Stimme.

Die Gelassenheit im Gesang entspricht wohl auch ihrem Wesen, denn Milla Kay, 1973 in Kiel geboren, ist immer ihrer eigenen Zeit gefolgt. Nach dem Abi lernte sie erst mal Schauwerbegestalterin, studierte dann ein paar Semester Englisch und Musik auf Lehramt, anschließend ging es Richtung Design und Innenarchitektur. „Als ich ein paar Berufe gesammelt hatte, war auf einmal klar, dass ich dann doch lieber als freiberufliche Musikerin arbeiten wollte“, stellt sie fest. Ihre vielseitigen Begabungen empfindet sie nicht als Fluch, vielmehr lebt sie sie in künstlerischen Parallelwelten aus. So legt sie schon mal selbst gestalterisch kundige Hand an, wenn es ums CD-Artwork geht oder sie eins ihrer Videos schneidet.

Milla Kay lässt ihr Album gefühlvoll mit Akustikgitarre und einem wiegenden 6/8-Takt enden. In „Like an Arrow“ erzählt sie von den besonderen, den glücklichen Momenten, die pfeilschnell an uns vorüberziehen. Diese Platte hält sie fest, für 42 Minuten, handgemacht und tief aus dem Herzen.

 
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