Nneka

Nneka

Name

Nneka

Ort

Hamburg

Bundesland

Hamburg

Genre

Soul / Funk / Rap / RnB / Hip-Hop / World/ Music Reggae

Fördergegenstand

Produktion
PR und Marketing
Tour/Festival

Förderrunde

10 (2010)

Website

www.nnekaworld.com

Kontakt

ms(a)neverlandmusic.net

Booker

mgmt(a)neverlandmusic.net

Tourdaten

www.nnekaworld.com/us/events

Kurztext

So gut wie Lauryn Hill — ein Kompliment, das man sich auch erst einmal verdienen muss. Nneka, in Hamburg lebende, gebürtige Nigerianerin aus der Stadt Warri im Nigerdelta, hat es getan und hat nicht nur die Presse und David Letterman höchstpersönlich, sondern auch Nas überzeugt. Irgendwo zwischen den frühen Fugees, The Roots, Outkast und Erykah Badu könnte man Nnekas Sound verorten. Ihr englischer Gesang im regionalen Slang schlägt, genau wie ihre Texte, eine Brücke von der Waterkant zum Leben in Nigeria. Und das kommt dabei heraus: Warme, schlaue, wunderbare Musik.

Presseinfo

Wäre sie keine Musikerin, Nneka hätte eine exzellente investigative Journalistin abgegeben. Oder sie wäre vielleicht Philosophin geworden. Tatsächlich stecken Bestandteile beider Disziplinen in ihrer Kunst. Denn sie stellt über ihr gesamtes drittes Album Soul Is Heavy hinweg Fragen. Sie befragt Freunde, ihre nigerianischen Landsleute, Politiker, Gott, das Universum ... und vor allem hinterfragt sie sich selbst.

„Es würde keinen Sinn ergeben nur mit dem Finger auf andere zu zeigen“, gibt sie zu. Ihre Musik und ihre Haltung sind bohrend, sogar konfrontativ, aber niemals belehrend. „Es ist wichtig zu erkennen, dass man selbst auch Teil des Systems ist und der einzige Weg, die Dinge in den Griff zu bekommen, ist zu begreifen, dass wir derselben Entität angehören.“

„In meinem Kopf laufen ständig kleine Schlachten ab“, fährt sie, auf die Kämpfe angesprochen, die ihre Arbeit ausmachen, fort. Jeder hat sein eigenes existenzielles Dilemma, aber die meisten Menschen geben sich damit zufrieden, aufzuwachen, zur Arbeit zu gehen, ein paar Bier zu trinken, am Abend Videospiele zu spielen und die Welt an sich vorbeiziehen zu lassen. Nicht Nneka. „Ich bin der Typ Mensch, der Dinge immer infrage stellen muss. Das hat viel damit zu tun, wie ich erzogen wurde und mit meinem Umfeld.“

In Warri, in der Deltaregion Nigerias geboren und aufgewachsen, sah Nneka Egbuna dabei zu, wie die Stadt und ihre Einwohner mit den Auswirkungen des neuen Wohlstands rangen. Drei Jahrzehnte später sind Stromausfälle noch immer Teil des täglichen Lebens in Nigeria; einer ölreichen Nation, geplagt von Benzinknappheit, in der Stammessysteme und Ungleichheit in Wohlstand und politischer Macht die Trennung der Klassen immer weiter verankert. „All das hat viel damit zu tun, warum ich so bin wie ich bin, obwohl ich mittlerweile die Möglichkeit habe viel zu reisen und die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.“

Mit 19 verlässt Nneka Afrika in Richtung Universität Hamburg, wo sie Anthropologie studiert - auch noch, als ihre musikalische Karriere bereits in Gang kommt. Wegen seiner Verbindung aus zeitlosen Grooves, zeitgenössischer Technik und der Black Consciousness des 21. Jahrhunderts wurde ihr 2005er Debüt Victim Of Truth von der britischen Presse gepriesen. „Genauso gut wie The Miseducation of Lauryn Hill“, trompetete The Sunday Times. Sein Nachfolger aus dem Jahr 2008, No Longer At Ease, beeindruckte Rockstar Lenny Kravitz so sehr, dass er sie sofort bat, ihn auf seiner Tour zu begleiten. Für ihr US-Debüt wurde 2010 eine Auswahl aus beiden Alben - inklusive des internationalen Hits „Heartbeat“ - zusammengestellt. Concrete Jungle bewies Nordamerika, was der Rest der Welt bereits wusste: Nneka ist ein einzigartiges, überragendes Talent, mit dem man rechnen muss.

In den drei Jahren nach der Veröffentlichung von No Longer At Ease geschrieben und aufgenommen, wurden die fünfzehn Stücke auf Soul Is Heavy aus einem Bestand von ungefähr fünfzig Songs ausgewählt, von denen Nneka viele komponiert hatte, als sie zurück in Nigeria war (auch während in ihrem Apartment in Lagos ständig der Strom ausfiel). Sie verbinden unzählige musikalische Stile: Reggae, HipHop, modernen R&B und Vintage Soul, Afrobeat und sogar Elemente aus Flamenco und Sahara Desert Blues. Sie reichen vom treibenden Opener „Lucifer (No Doubt)“ bis zum süßen und friedlichen „Shining Star“ und vom wütenden „Camouflage“ bis hin zu verzweifelten, introspektiven Tracks wie „Valley“. Sie alle sind unverkennbar Nneka.

In „My Home“ beleuchten triumphierende Bläser und erhebende Reggae-Rhythmen die Reise der Sängerin ins Herz der Dunkelheit und eine ungewisse Zukunft. „Der Song handelt von der Aufgabe, sich einen Platz im Leben zu suchen, an dem man sich wohlfühlt und nicht zu wissen, wohin man dafür gehen soll. Und am Ende zu begreifen, dass es tatsächlich keinen Frieden auf Erden gibt, bis man akzeptiert, dass sowohl gut als auch böse Teil des Lebens sind. Es gibt kein totales Glück, nur die Suche nach einer gesunden Balance zwischen den beiden Extremen.“ 

Der Titelsong „Soul Is Heavy“ kündigte die Albumveröffentlichung mit einem kraftvollen Video an, das den nachdenklichen Text widerspiegelt und historische nigerianische Revolutionäre wie Ken Saro-Wiwa, Isaac Boro und Jaja of Opobo beschwört. 

Während Nneka ihre Enttäuschung darüber ausdrückt, dass die gleichen gesellschaftlichen Übel, die Afrobeat-Legende Fela Anikulapo Kuti schon in seinem eigenen Werk angesprochen hat - Unterdrückung, Korruption, Ölexport - noch immer bestehen, zeigt diese inspirierende Hymne dennoch einen Ausweg auf. „Wir Nigerianer müssen aufhören uns voneinander abzusondern, obwohl es bei uns 300 verschiedene Dialekte und Stämme gibt. Die Dinge würden besser stehen, wenn wir uns als eins wahrnehmen würden.“ 

Soul Is Heavy bietet außerdem bemerkenswerte Kollaborationen. Auf „God Knows Why“, einem schonungslosen Lied über Heuchelei, geistige Sklaverei und die Tücken von Wissen ohne zu hinterfragen, gibt Black Thought einen Vers zum Besten. „Ich fühlte, dass er etwas mit dem Kontext und dem Inhalt des Songs anfangen kann“, sagt Nneka, die in der Vergangenheit schon mit The Roots gearbeitet hat. „Dass ich Black Thought nicht viel würde erklären müssen - und genau so ist es gewesen.“ Mercury Music Prize und BRIT-Award-Gewinnerin Ms. Dynamite hilft dabei „Sleep“ in Brand zu setzen. Ein Track inspiriert von Nnekas Kämpfen mit der Schlaflosigkeit auf Reisen und den Gedanken und Gefühlen, die sie nachts wach halten. 

 
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