Punkd Royal

Punkd Royal

Name

Punkd Royal

Mitglieder

Aljoscha Mallmann
Niklas Mallmann
Matthias Stamm

Ort

Duisburg

Bundesland

NRW

Genre

Label

Fördergegenstand

Produktion
PR und Marketing

Förderrunde

17 (2012)

Website

www.punkdroyal.com

Kontakt

info(a)punkdroyal.com

Booker

cf(a)creative-talent.de

Tourdaten

www.punkdroyal.com/#/live

Presseinfo

Man kann sich nicht dagegen wehren, und man sollte es auch nicht: Eine Band, die aus Düsseldorf stammt, hat immer auch die Kraftwerk-DNA im Blut. Schön, dass das selbst in der Generation gilt, die heutzutage mit dem Label „Newcomer“ durch die Clubs zieht. Punk’d Royal – bestehend aus den Brüdern Aljoscha und Niklas Mallmann sowie Drummer Matthias Stamm – sind so eine Band. Auch wenn es ihr Name zunächst nicht vermuten lässt, sagt Produzent, Sänger und Gitarrist Aljoscha im Interview fast beiläufig: „Als Düsseldorfer kommt man natürlich auch immer wieder auf Kraftwerk zurück. Wir haben in unserem Studio ein wenig Gerätschaft, mit der wir diese Anleihen feiern.“ Allerdings: Wenn man sich „Upular“ anhört – der Song, von dem sie sagen, dass er ihren Sound momentan am besten trifft – dann haben Punk’d Royal lediglich das coole, starke Bassrückrat nach Kraftwerk’schen Vorgaben modelliert – der Rest ist großer, abenteuerlustiger Pop, mit einer flirrenden Gitarre, die wehmütig an die Coldplay erinnert, die das noch konnten, mit einem Refrain, der klingt, als hätten die Killers endlich mal den Stock aus dem Arsch genommen und sich von den Friendly Fires erklären lassen, wie man so was in cool hinbekommt.

Die genannten Bands sind treffende Referenzpunkte für den Sound von Punk’d Royal, der sich bereits auf ihrer 2010er-EP “Muscles” manifestierte. “Mit diesen drei Songs trafen wir genau die Richtung, in die wir wollten. Die Songs sind luftig, locker nicht zu proggig, nicht zu kitschig nicht zu rockig.” Schon der erste Song der EP, “Kites”, belegte dies: Selten klang der Wunsch nach Alltagsflucht tanzbarer als hier. “One Room One Hour”, legte noch einen drauf: Aljoscha Mallmann singt hier mit einem weichen, melancholischen Timbre die Strophen, während der Bass funked und das Schlagzeug immer wieder gut gezielte Arschtritte gibt, bis man sich dann in einem geradezu hypnotischen Refrain zusammenfindet, zu dem man mit geschlossenen Augen und dem Zeigefinger in der Luft in der Indiedisco seinen Vertrauens tanzen möchte. Dass Punk’d Royal mit im Schnitt Anfang 20 schon so klingen, wie sie klingen, kommt allerdings nicht von ungefähr. Denn auch wenn sie noch als Newcomer gelten – und vom Förderprogramm der VW Sound Foundation gar zum „Newcomer 2011“ im Bereich Pop gekürt wurden – musizieren sie schon seit 2006 zusammen. Außerdem merkt man schnell: Hier sind Profis am Werk – die unter professionellen, und wie selbst sagen, luxuriösen Bedingungen, an ihrem Sound feilen. Wie das kommt? Nun ja, Aljoscha Mallmann ist Besitzer und Produzent des Düsseldorfer Studios Tresorfabrik.

Dennoch kommen sie mehr als gerne aus dem Studio hervor: Rund 250 Konzerte absolvierten sie bisher – im Vorprogramm von Indiegrößen wie The Kills, in Nachbarländern wie Belgien, Frankreich und dem Mutterland des Pop England und in Clubs wie dem in ihrer Heimatstadt legendären Ratinger Hof. Spätestens hier stellt sich die Frage, ob das Wort “Newcomer” tatsächlich noch greift. Wo es noch hingehen soll, wissen sie auch schon sehr genau: Mit einem Album, das ihren Sound definiert, in die Plattenläden – und zwar nicht nur ins Fach „Lokales“ in den Düsseldorfer Geschäften. Bleibt nur noch die Frage, wie denn dieser Stil heißen soll, damit die Musikjournalisten auch wissen, wo sie Punk’d Royal denn hinpacken sollen. Niklas Mallmann überlegt: „Wir sind doch eine Mischung aus Postrock, Indierock, Electro, 80s, Poprock – nee, das klingt zu soft. Kann man die Worte nicht kreativ zusammenwürfeln?“ Mal probieren: Post-80s-Indierock-Pop-Electro? Quatsch. Dann lieber auf Referenzen zurückgreifen. Da können sich alle auf die oben genannten Namen und TV On The Radio (inkl. Dave Siteks Produktionskönnen), Vampire Weekend, MGMT, Chromeo und Yeasayer einigen. Was die Sache ganz gut trifft, wenn man noch die Kraftwerk-DNA einrechnet.

 
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