Sister Fa

Alex Amsterdam

Name

Sister Fa

Ort

Berlin

Bundesland

Berlin

Genre

Soul / Funk / Rap / RnB / Hip-Hop / World/ Music Reggae

Label

Piranha Musik

Fördergegenstand

Produktion
PR und Marketing
Tour/Festival

Förderrunde

02 (2008)

Website

www.sisterfa.com

Kontakt

borkowsky.akbar(a)piranha.de

Tourdaten

www.sisterfa.com/dates

Kurztext

Bereits mit 18 Jahren veröffentlicht Sister Fa im Senegal ihr erstes Tape. 2005 erscheint die Debüt-CD „Hip-Hop yaw la fal und sie gewinnt einen afrikanischen Newcomer-Award. Später zieht sie nach Berlin und kuratiert die Compilation „Many lessons — Pop und Islam“. 2009 erscheint ihr Album „Sarabah — tales from the flipside of paradise“. Dabei verbindet die versierte Rapperin musikalische Kompetenz mit dem Kampf gegen die Genitalverstümmelung afrikanischer Frauen. Mit Unterstützung des Goethe-Instituts bereist sie mit Band für drei Wochen den Senegal, um für ihre Botschaft „Kindheit ohne Verstümmelung“ zu werben.

 

 

Presseinfo

Fatou Mandiang Diatta, bekannt unter dem Namen Sister Fa, wird am 27. April 1982 in
Dakar, Senegal geboren.

Ihre ersten Schritte in der Rap-Musik macht sie im Jahr 2000, nimmt dabei ihr erstes
Demotape auf und macht Bekanntschaft mit den senegalesischen Rap-Fans. Im selben Jahr
nimmt sie an ihrem ersten Festival „Rythme et Mélodie“ im Centre Culturel Blaise Senghor
teil. Ein Jahr später wird sie zum ersten Mal eingeladen bei den senegalesischen Hip Hop
Awards aufzutreten, wo jedes Jahr die besten Rapper Afrikas ausgezeichnet werden. Zu
Beginn des Jahres 2002 dreht der französische Produzent Philipp Mogan eine Dokumentation
über Sister Fa, in der sie die senegalesische Rap-Szene vorstellt. Mit Hilfe der Organisation
ENDA Tiers-Monde entsteht eine Kompilation „Art City“ mit französischen und
senegalesischen Rappern bei der sie ebenfalls mitwirkt. Dem Label FN’F (Fight n’ Forget)
tritt sie 2003 bei, mit dem sie in der Folge an verschiedenen Kompilationen teilnimmt, die in
Senegal und anderen westafrikanischen Ländern erscheinen. Im selben Jahr repräsentiert sie
beim Festival de Rap féminin international in Guinea Conakry als einzige Vertreterin den
Senegal. In dieser Zeit wird das Leben der jungen Rapperin immer bewegter und es ergeben
sich immer mehr Auftrittsmöglichkeiten. Ende 2003 wird sie zum zweiten Mal zu den
senegalesischen Hip Hop Awards eingeladen, die sich in diesem Jahr speziell dem Kampf
gegen Aids verschrieben hatten und dazu eine Kompilation „Tous rappons le Sida“
veröffentlicht haben, an der auch Sister Fa mitwirkte.

Sister Fa beginnt sich zunehmend für soziale Themen und vor allem für die Situation der
Frauen in ihrem Land zu interessieren, was sich in der Folge auch in ihrer Musik ausdrückt. In
2004 wirkt sie bei einer weiteren Kompilation „Moye Lolou“ des Produzenten Maestro Sega
mit, die auf dem senegalesischen Markt erscheint.

Sister Fa rappt über das harte Leben der Frauen im Senegal und die Gefahren, die sie
erwarten, wie AIDS und Genitalverstümmelung. Trotzdem sind ihre Lieder voller Positiver
Ratschlägen und geben Mut, weiter zu kämpfen und nie aufzugeben. Sister Fa verwendet
dabei Lieder und Kinderspiele, die zur senegalesischen Tradition gehören. Das Resultat ist
eine Mischung aus Altem und Neuem. Allerdings nicht unkritisch gegenüber der Tradition
ihrer Landesleute und der HipHop Szene, ihre Musik ist einfach der perfekte Soundtrack einer
Frau ist, die sich durchgekämpft hat und weiss, wovon sie spricht.

Als Lohn für ihre harte Arbeit, bekommt sie im 2005, bei der fünften Ausgabe der
senegalesischen Hip Hop Awards, den Preis für die beste Neuentdeckung des Jahres.
Im März 2006 zieht Sister Fa zu ihrem Mann, einem Österreicher, nach Berlin, wo sie seither
lebt. In Berlin hat sie bereits an einer Kompilation der bpb (Bundeszentrale für politische
Bildung) zum Thema „Pop und Islam“ unter dem Produzenten Steven Töteberg mitgewirkt
und einige Konzerte gespielt. Unter anderem beim Ethnofilmfest im Ethnologischen Museum
Dahlem, sowie gemeinsam mit dem senegalesischen Reggae Sänger Louis Jean im Yaam und
an anderen Orten. Zur Zeit sind weitere Konzerte mit Louis Jean in Vorbereitung, zudem ist
sie dabei mit ihrer eigenen Band die nächste Etappe ihrer Karriere in Angriff zu nehmen.
Mit voller Kraft setzt sich Sister Fa im Kampf gegen die Genitalverstümmelung der Frau ein
und plant mehrere Projekte in diesem Zusammenhang.

 
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