Sixxxten

Sixxxten

Name

Sixxxten

Mitglieder

Hanno Klänhardt
Niels Meißner
Timo Höcke
Stefan Nietzky

Ort

Hamburg

Bundesland

Hamburg

Genre

Rock/ Alternative/ Metal/ Punk

Label

Redfield Records

Fördergegenstand

Produktion
PR und Marketing
Tour/Festival

Förderrunde

08 (2009)

Website

www.sixxxten.com

Kontakt

stefan.nietzky(a)vollkontakt.com

Booker

jan(a)weird-world.de

Tourdaten

www.sixxxten.com

Kurztext

Am Anfang steht der Punk. Doch auch der Sound des „Grand Rock“ der 1970er-Jahre, den manche auch Schweinerock nennen, gehört zu ihrem Arsenal. Dazu kommt ein merkwürdiges Faible für Synthie-Bombast und die Beats des Old School Rap. Eine wahrhaft schillernde Mixtur, die anderswo für platzende Verstärker sorgen würde. Sixxxten jedoch können mit diesem Kessel Buntes bestens umgehen. Wer Falco mag, Ostblock- Trance und Heavy Metal in durchaus straighte Songs packt, muss schließlich wissen, wie man die Pophistorie bei den Hörnern packt.

Presseinfo

Nach vier Jahren Existenz der Band und dem von der Presse für sehr gut oder auch
für sehr schlecht (dazwischen wenig) befundenen und von Bitzcore veröffentlichten
Album „Jugend Violencia“ (2009), zahllosen Konzerten und Basisarbeit auf jedem
Acker, reichlich dekadenter Pose und über 40.000 Myspace-Freunden, die gar keine
sind, wurde nun endlich ein neues Werk des Vierers aus Hamburg/Bremen aufgenommen.
Entstanden ist die Platte unter Führung von Gregor Hennig, seines Zeichens Schlagzeuger
und Knöpfedreher der legendären Bremer Hip/Hop/Core Band Saprize und
Haus-und-Hof-Produzent vom dahingeschiedenen Hamburger Label L’age-d’or
(Lado), sowie diversen Platten von den Sternen, Trashmonkeys, Bernd Begemann,
Superpunk und zahllosen skurrilen Undergroundperlen der goldenen 90er Jahre und
der Neuzeit.
Wichtig war es dieses Mal, sich nicht aus dem Kosmos „Hamburg“ rauszubewegen.

Wichtig war es jedoch auch, etwas zu erschaffen, dass nicht bereits im Keim von
Hamburger Musikklischees erstickt wird. Aufgenommen wurde auf ausdrücklichen
Wunsch Hennigs live und analog, um gar nicht erst in die Versuchung des Überproduzierens
zu kommen. So entstand in seinem Studio „le Châtelet“ in Hamburg-Altona,
zwischen Sofas und Gitarrenamps und in Bad und Küche eine Platte ohne Netz
und doppelten Boden. Nicht perfekt eben. Viele Fehler. Viel Gefühl. Welcher Art allerdings
ist bisher unklar.

Gab es beim Erstlingswerk „Jugend Violencia“ (produziert von Marc Schettler, Sportfreunde
Stiller, etc) noch eine „Wall Of Sound“, unzählige Spuren und Bombast aus
allen Ecken, schmückt sich das neue Werk einfach und allein durch eigentlich gar
nichts, außer lediglich vielen kleinen liebevollen Details, Raffinessen und Songs, bei
denen jeder für sich bereits als kleines Kunstwerk steht. Keine perfekt gecutteten Takes,
keine Gitarrenwände und trotzdem fett aus jeder Pore. Punkrock? Wen Interessiert
´s? Die Band scheinbar nicht. Keine guten Frisuren, keine Indie-Diskos, wenig
jugendlicher Konsens.

Es gibt Klaviere, Synthies, Elektroschrott, Schlagwerk und jede Menge verstimmte
Momente. Verzerrt, übersteuert, begehrt, überteuert. Das Album sucht zu keinem
Moment nach der perfekten Hookline, weder für die Disco, noch für die Straße. Es
kümmert sich wenig um seine Fans. Kein „Schön, dass du da bist“, oder „Wie geht´s
Dir?“, nur Momente. Augenblicke.

Textlich düster. Apathisch und doch genau das Gegenteil. Kein Geschrei. Viel mehr
ernstgemeinte Ablehnung. Keine Hymnen für das „Wir“ –Gefühl. Sixxxten 12 /
Deutschland 0. Wortwitz. Die Liebe steckt auch hier im Detail. Leidenschaft? Er hat
das böse Wort gesagt. Es ist selten, dass sich eine Band bereits beim zweiten. Album
komplett neu erfindet. Aber nichts ist schlimmer als Stillstand, Mutlosigkeit und
Kooperation mit der Gemütlichkeit.

Ich darf zitieren:
„Ich möchte all diese Dinge gerne nie wieder sehen,
Ich möchte ganz weit weg sein, um niemals zu verstehen,
Ich möchte alles was ich weiß den Flammen übergeben,
dieses Land hat beschlossen, es tut auch weiterhin weh.“
(Gedicht Für Egoisten)

Mathieu Chevrier (Hamburg, Winter 2010)

 
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